Firmenchronik

Hier ein wenig über die Geschichte der Firma...

Die Firma Fritz Hufeld kann auf eine lange, aber auch sehr wechselhafte Geschichte zurückblicken.
Alles begann am 1. Juli 1899, als Fritz Hufeld und sein Schwager Carl Eisele gemeinsam die Firma Fritz Hufeld in Darmstadt, welches damals neben Paris und Edinburgh eines der drei Welthandelszentren für Saaten war, gründeten. Fritz Hufeld war schon vorher als Handlungsreisender im Samenhandel aktiv und diente wegen seiner Bekanntheit bei Gärtnern als Namensgeber für die gemeinsame Firma. Die Firma wuchs rasch und gehörte schon bald zu den großen Samenzüchtern Deutschlands. Neben Zucht und Vertrieb von Samen waren der Anbau und der Handel von Blumenzwiebeln ein wichtiger Geschäftszweig. Auf der Jahrhundert-Ausstellung in Breslau 1913 gewann die Firma mehrere Medaillen für vorzügliche Tulpen- und Hyazinthenbeete.
Einen ersten wirtschaftlichen Rückschlag mußte die Firma hinnehmen, als die in großen Mengen nach Rußland gelieferten Blumenzwiebeln wegen ersten Weltkrieges nicht mehr gezahlt wurden.
Im Jahre 1920 verstarb Fritz Hufeld, und die Firma wurde durch Carl Eisele und seine drei Söhne Fritz, Alfred und Kurt weitergeführt. Erneut wuchs die Firma rasch und schon 1925 veröffentlichten Gartenzeitungen Bilder der Blumenzwiebelfelder der Firma Fritz Hufeld NV in Sassenheim/Holland. Die Filiale in Sassenheim war zeitweise größer, als die Zentrale in Darmstadt.


Die zuvor erworbenen Firmen Conrad Appel und L.C. Nungesser wurden 1936 von Kurt Eisele übernommen und als eigenständige Firmen weitergeführt, während die Söhne Fritz und Alfred mit dem Vater Samenzucht und Samenhandel in Darmstadt sowie die Blumenzwiebelzucht in Holland weiterführten.
Der zweite Weltkrieg führte dann erneut zu großen finanziellen und leider auch persönlichen Verlusten. Während der großen Brandnacht in Darmstadt kam der Sohn Fritz Eisele um. Außerdem verbrannten sämtliche in Darmstadt befindlichen Samenvorräte und die Geschäftsunterlagen, so daß offenstehende Rechnungen oft nicht mehr eingetrieben werden konnten. Nach Ende des Krieges wurde die holländische Filiale nebst ihrem gesamten Vermögen vom holländischen Staat als Reparationsleistung enteignet.

Kurz nach dem Krieg starb der zweite Gründer der Firma Fritz Hufeld, Carl Eisele. Sein Sohn Alfred Eisele begann mit seiner Ehefrau Betty mit dem erneuten Aufbau des Geschäftes. Nach wie vor wurde, wenn auch in kleinerem Umfang die Zucht von Saatgut betrieben. Dieser Geschäftszweig wurde dann in den 50-er Jahren aufgegeben.

Im Jahre 1970 übernahmen die jetzigen Inhaber die Firma und gab  ihr durch diverseVeränderungen im Programm ihr heutiges Gesicht.